Das Weimarer Dreieck entwickelt sich weiter zu einer zentralen Plattform für europäische Zusammenarbeit, Innovation und wissenschaftliche Vernetzung. Mit dem neuen Programm „Zukunftsnetzwerk Weimarer Dreieck: Wissenschaft für Europa“ entsteht eine bedeutende trilaterale Initiative zur Förderung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen Deutschland, Polen und Frankreich.
Das Programm wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert und vom Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) organisiert. Ziel ist der Aufbau eines nachhaltigen europäischen Forschungsnetzwerks junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die gemeinsam an Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit arbeiten.
Wissenschaftliche Zusammenarbeit für Europas Zukunft
Das 1991 gegründete Weimarer Dreieck steht seit über drei Jahrzehnten für den politischen und gesellschaftlichen Dialog zwischen Deutschland, Frankreich und Polen. Mit dem Zukunftsnetzwerk wird diese Zusammenarbeit nun gezielt um eine wissenschaftliche Dimension erweitert.
Im Mittelpunkt stehen Forschungsfelder mit hoher gesellschaftlicher und strategischer Relevanz:
- klimaneutrale Energieerzeugung und Mobilität,
- künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Mikroelektronik,
- Sicherheit und Resilienz Europas,
- Biotechnologie und Medizin der Zukunft,
- gesellschaftliche Auswirkungen neuer Technologien.
Durch gemeinsame Forschungsaufenthalte, Arbeitsgruppen und internationale Vernetzungsforen sollen langfristige europäische Kooperationen entstehen, die die Innovationsfähigkeit und strategische Unabhängigkeit Europas stärken.
Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern
Bewerben können sich Doktorandinnen und Doktoranden sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden aus Deutschland, Frankreich und Polen, die sich aktiv im Zukunftsnetzwerk engagieren möchten.
Gefördert werden Forschungsaufenthalte an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Polen oder Frankreich. Neben monatlichen Stipendienleistungen umfasst das Programm Zuschüsse zu Reisekosten, Forschungskosten, Sprachkursen sowie internationalen Vernetzungstreffen.
Für Promovierende beträgt die Förderdauer drei bis zwölf Monate, für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden sieben bis 24 Monate. Frühester Förderbeginn ist Oktober 2026.
Europäische Netzwerke mit langfristiger Perspektive
Ein besonderer Schwerpunkt des Programms liegt auf dem Aufbau interdisziplinärer Arbeitsgruppen und nachhaltiger wissenschaftlicher Netzwerke. Geplant sind große trilaterale Vernetzungsforen:
2027 in Warschau,
2028 in Paris,
2029 in Deutschland.
Zum Abschlussforum sollen herausragende trilaterale Forschungsprojekte mit einem Forschungspreis ausgezeichnet werden.
Das Programm unterstreicht die wachsende Bedeutung des Weimarer Dreiecks als europäische Plattform für Dialog, Innovation und gemeinsame Zukunftsgestaltung – gerade in Zeiten geopolitischer, technologischer und gesellschaftlicher Umbrüche.
Weitere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen sind über den Deutschen Akademischen Austauschdienst abrufbar. Link: https://www.daad.de/de/der-daad/zukunftsnetzwerk-weimarer-dreieck/
