Im September 2021 fand an der Université Paul-Valéry Montpellier im Rahmen einer internationalen wissenschaftlichen Tagung unter dem Titel „Europäische Kulturbeziehungen im Weimarer Dreieck – Mechanismen und Prozesse des Kulturtransfers“ ein Vortrag zur Zukunft des Weimarer Dreiecks statt. Die Tagung wurde vom 21. bis 24. September 2021 von mehreren europäischen Forschungseinrichtungen organisiert und widmete sich den kulturellen und historischen Verflechtungen im trilateralen Kontext.
Im Rahmen dieser Konferenz stellte Dieter Hackmann, Vorsitzender des Weimarer Dreieck e.V., am 23. September 2021 erstmals seine Überlegungen zur Gründung einer europäischen Kulturgenossenschaft vor. Im Mittelpunkt stand die These, dass das Weimarer Dreieck nicht national, sondern als europäische zivilgesellschaftliche Struktur organisiert werden sollte.
Die Idee zielt darauf ab, die bislang oft fragmentierte Zusammenarbeit der Zivilgesellschaft in eine gemeinsame, verbindliche europäische Organisationsform zu überführen. Damit verbunden ist das Ziel, das Weimarer Dreieck aus seiner begrenzten öffentlichen Wahrnehmung herauszuführen und ihm durch Struktur, Sichtbarkeit und institutionelle Verankerung neue Impulse zu geben.
Diese Überlegungen wurden später wissenschaftlich ausgearbeitet und veröffentlicht:
Dieter Hackmann: „Societas Cooperativa Europaea – eine Europäische Kulturgenossenschaft zum Weimarer Dreieck“, in: Europäische Kulturbeziehungen im Weimarer Dreieck, Harrassowitz, 2023.
Der Vortrag in Montpellier bildet damit einen zentralen Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung des 12-Säulen-Netzwerks sowie für die Perspektive einer europäischen Netzwerkgesellschaft im Weimarer Dreieck.
