Vom 21.-24.09.2021 fand an der Universität Paul-Valéry in Montpellier die zweite Internationale Tagung unter dem Thema „Europäische Kulturbeziehungen im Weimarer Dreieck“ statt. In einem der Tagungsbeiträge wurde verdeutlicht, dass das Weimarer Dreieck es auch nach 30 Jahren weder in der Politik noch in der Zivilgesellschaft zu großer Bekanntheit gebracht habe. Dies beruhe wohl darauf, dass es in der Politik noch immer an verbindlichen Strukturen fehle. Und auf der anderen Seite konnten die Institutionen der Zivilgesellschaft, die jede für sich beeindruckende trilaterale Projekte verwirklicht haben, dem Weimarer Dreieck bislang nicht zu seiner angemessenen Bedeutung verhelfen, da sie nicht abgestimmt gemeinsam, sondern sich mehr oder weniger einzeln engagiert haben; daher wurden ihre Projekte immer nur örtlich begrenzt und so nur von relativ wenigen Interessierten bemerkt.
Zur Verbesserung der Wahrnehmung und auch der Handlungsfähigkeit des Weimarer Dreiecks wurde die Gründung einer Europäischen Gesellschaft vorgeschlagen – möglichst einer Societas Cooperativa Europaea zum Weimarer Dreieck (SCE) -, in der sich alle Personen und Gesellschaften, die sich bisher nur national im Format des Weimarer Dreiecks engagierten sowie neue weitere Interessierte zu einer Europäischen Gesellschaft verbindlich zusammenschließen. Denn nur mit gemeinsamer Anstrengung und einer europäischen Organisation aller Institutionen und Bürgerinnen und Bürger in Frankreich, Polen und Deutschland kann das Potenzial des Weimarer Dreiecks angemessen genutzt und eine weitere Annäherung und Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen der drei Länder in der Europäischen Union erreicht werden.
Auszüge aus dem Vortrag von Dieter Hackmann am 23.09.2021 in Montpellier:
„Wir benötigen zum Weimarer Dreieck EINE Gesellschaft von französischen, polnischen und deutschen natürlichen und juristischen Personen. …“
„Ich empfehle daher den Zusammenschluss der zivilgesellschaftlichen Akteure und zur Organisation die Gründung einer europäischen Genossenschaft. …“
„Ich persönlich bin der Auffassung, dass dies die einzige Möglichkeit ist, das Weimarer Dreieck aus seinem Schattendasein zu befreien.“
