Zum ersten Mal in der Geschichte der Leipziger Buchmesse treten 2027 drei Länder gemeinsam als Gastland auf: Polen, Frankreich und Deutschland – das Weimarer Dreieck.

Unter dem Titel „Beziehungsweise Europa“ entwickeln das Polnische Institut, das Institut français Deutschland und das Goethe-Institut gemeinsam mit dem Kurator Thorsten Dönges (Literarisches Colloquium Berlin) ein literarisches und kulturelles Programm. Mitwirkende sind unter anderem Myriam Louviot (Institut français), Karolina Golimowska (Polnisches Institut) und Wolf Iro (Goethe-Institut).

Im Mittelpunkt stehen die vielfältigen Beziehungen zwischen den drei Ländern und ihren Gesellschaften sowie aktuelle gesellschaftliche, politische und demokratische Herausforderungen in Europa. Der Titel „Beziehungsweise“ verbindet bewusst die Begriffe Beziehung und weise. Das Programm richtet den Blick unter anderem auf:

  • Beziehungen zwischen den Ländern und Gesellschaften,
  • Verbindungen von Wissenschaft, Literatur und anderen Künsten,
  • literarische Genres, Geschichte und Tradition,
  • Mensch und Natur, Technologie und Medien,
  • Fragen von Verständigung, Vertrauen, Misstrauen und gemeinsamer Zukunftsgestaltung.

Damit löst sich der Gastlandauftritt bewusst vom klassischen Modell der Präsentation eines einzelnen Landes und der Vorstellung einer vermeintlich homogenen Nationalliteratur. Stattdessen soll „zwischen den Zeilen, zwischen den Sprachen und zwischen allen Identitätszuschreibungen“ gelesen werden. Austausch, Solidarität und Zusammenarbeit stehen im Vordergrund.

Das Weimarer Dreieck, 1991 als außenpolitisches Forum gegründet, steht für Dialog, Verständigung und die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft Europas. Der gemeinsame Auftritt auf der Leipziger Buchmesse 2027 ist ein bedeutender Beitrag zum Weimarer Dreieck.

Die Leipziger Buchmesse findet vom 18. bis 21. März 2027 statt.

Weitere Informationen: Leipziger Buchmesse – Pressemitteilung