Am 17. Juni 2026 fand in Berlin das Deutsch-Polnische Forum 2026 unter dem Motto „Nachbarschaft im Wandel. 35 Jahre deutsch-polnische Zusammenarbeit“ statt. Rund 700 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutierten über die Zukunft der deutsch-polnischen Beziehungen und ihre Bedeutung für Europa.
Für den Weimarer Dreieck e.V. waren insbesondere jene Botschaften von Bedeutung, die die Rolle Deutschlands, Polens und Frankreichs bei der Gestaltung Europas hervorhoben. Angesichts der aktuellen geopolitischen Herausforderungen wurde mehrfach betont, dass die enge Zusammenarbeit der europäischen Partner heute wichtiger denn je sei. Deutschland und Polen tragen gemeinsam Verantwortung für Sicherheit, Demokratie und den Zusammenhalt Europas.
Auch die Außenminister Deutschlands und Polens, Johann Wadephul und Radosław Sikorski, unterstrichen anlässlich des Deutsch-Polnischen Forums die besondere Verantwortung beider Länder für Europa. In ihren Beiträgen verwiesen sie auf die enge Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union und der NATO sowie auf die Notwendigkeit gemeinsamer Antworten auf die aktuellen Herausforderungen für Frieden, Sicherheit und Demokratie in Europa.
Darüber hinaus verweist das Auswärtige Amt ausdrücklich auf die wachsende Bedeutung des Weimarer Dreiecks. 35 Jahre nach seiner Gründung sei das Format wichtiger denn je, um gemeinsame Antworten auf europäische und internationale Herausforderungen zu entwickeln. Dabei komme nicht nur den Regierungen, sondern auch Parlamenten, Kommunen und der Zivilgesellschaft eine zentrale Rolle zu.
Ein weiterer Schwerpunkt des Forums war die Bedeutung der Zivilgesellschaft für die europäische Verständigung. Die Veranstaltung brachte bewusst Akteure aus Kommunen, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Kultur und Wissenschaft zusammen und machte deutlich, dass europäische Zusammenarbeit nicht allein auf Regierungsebene stattfindet. Städtepartnerschaften, Jugendbegegnungen und bürgerschaftliches Engagement wurden als wichtige Säulen der deutsch-polnischen Beziehungen gewürdigt.
Besondere Aufmerksamkeit galt der jungen Generation. Der deutsch-polnische Austausch und die Arbeit des Deutsch-Polnischen Jugendwerks wurden als Investition in die Zukunft Europas hervorgehoben. Persönliche Begegnungen zwischen jungen Menschen schaffen Vertrauen, fördern gegenseitiges Verständnis und stärken den europäischen Gedanken nachhaltig.
Ein bemerkenswertes Signal setzte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner. Er hob die besondere Rolle des Weimarer Dreiecks für die Weiterentwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen hervor und betonte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit Deutschlands, Polens und Frankreichs für die Zukunft Europas. Als Hauptstadt Deutschlands und Gastgeberin des Forums unterstrich Berlin damit die wachsende Bedeutung des Weimarer Dreiecks als politischen und gesellschaftlichen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit.
Der Weimarer Dreieck e.V. sieht sich durch die Diskussionen des Forums in seinem Engagement bestätigt. Die dort formulierten Anliegen decken sich mit den Zielen des Vereins, die deutsch-französisch-polnische Zusammenarbeit nicht nur auf politischer, sondern vor allem auch auf kommunaler und zivilgesellschaftlicher Ebene zu stärken. Projekte in den Bereichen Jugend, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Kommunalpartnerschaften leisten einen wichtigen Beitrag dazu, die Idee des Weimarer Dreiecks mit Leben zu erfüllen.
Gerade im Jubiläumsjahr „35 Jahre Weimarer Dreieck“ wird deutlich, dass die Zukunft Europas nicht allein in den Hauptstädten entschieden wird. Sie entsteht ebenso in Schulen, Vereinen, Städten und Regionen – überall dort, wo Menschen aus Deutschland, Polen und Frankreich miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam Projekte entwickeln und Vertrauen aufbauen.
Bereits die Außenminister Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas und Krzysztof Skubiszewski formulierten bei der Gründung des Weimarer Dreiecks im Jahr 1991 das Ziel, gemeinsame Interessen für die Zukunft Europas zu identifizieren und die Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Polen und Frankreich zu vertiefen. Die Diskussionen des Deutsch-Polnischen Forums 2026 haben eindrucksvoll gezeigt, dass diese Idee auch 35 Jahre später nichts von ihrer Aktualität verloren hat.
Der Weimarer Dreieck e.V. wird die im Forum diskutierten Impulse in seine Arbeit einfließen lassen und sich weiterhin dafür einsetzen, das Weimarer Dreieck als Brücke zwischen Politik und Gesellschaft zu stärken.
Hinweis: Die dargestellten Inhalte fassen zentrale Aussagen und Diskussionen des Deutsch-Polnischen Forums 2026 zusammen. Die Auswahl erfolgt aus Sicht des Weimarer Dreieck e.V. mit besonderem Fokus auf die deutsch-polnisch-französische Zusammenarbeit, die Rolle des Weimarer Dreiecks sowie die Bedeutung der Zivilgesellschaft für die europäische Verständigung.
Quellen








