Weimar, August 2026 – Mit dem dritten und letzten Teil des internationalen Sommercamps „Europa erfahren – Europa (er-)leben“ ist Ende Juli in der französischen Partnerstadt Blois eine außergewöhnliche trilaterale Jugendbegegnung erfolgreich zu Ende gegangen. Die dreijährige Projektreihe brachte Jugendliche aus den Partnerstädten Weimar (Deutschland), Blois (Frankreich) und Zamość (Polen) zusammen und zeigte eindrucksvoll, wie Kommunalpartnerschaften die Idee des Weimarer Dreiecks mit Leben füllen.
Das Projekt wurde von der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) gemeinsam mit ihren Partnern in Frankreich und Polen organisiert. Ziel war es, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, Europa nicht nur als politischen Raum kennenzulernen, sondern durch persönliche Begegnungen, gemeinsames Lernen und aktives Mitgestalten unmittelbar zu erleben. In Workshops, kulturellen Aktivitäten, Exkursionen und kreativen Projekten setzten sich die Teilnehmenden mit Themen wie Demokratie, Vielfalt, europäischer Identität und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander.
Die Besonderheit des Projekts liegt in seiner langfristigen Konzeption. Den Auftakt bildete 2024 eine erste Begegnung in Weimar. Im Jahr 2025 wurde die Zusammenarbeit in der polnischen Partnerstadt Zamość fortgesetzt, wo sich die Jugendlichen intensiv mit der europäischen Geschichte, kultureller Vielfalt und den gemeinsamen Werten des Weimarer Dreiecks beschäftigten. Den Abschluss bildete nun das Sommercamp in Blois, bei dem die in den vergangenen Jahren entstandenen Freundschaften vertieft und die gemeinsamen Erfahrungen zusammengeführt wurden.
Die dreijährige Begegnungsreihe hat gezeigt, dass nachhaltige internationale Zusammenarbeit Zeit braucht. Aus anfänglicher Neugier entstanden Vertrauen, Freundschaften und ein Netzwerk junger Europäerinnen und Europäer, die über Ländergrenzen hinweg miteinander verbunden bleiben. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung und stärkt das Bewusstsein dafür, dass Europa vor allem durch persönliche Begegnungen wächst.
Gerade die Kommunalpartnerschaften zwischen Weimar, Blois und Zamość verdeutlichen, welche Bedeutung Städte und Gemeinden für die Zukunft Europas haben. Sie schaffen Räume, in denen internationale Zusammenarbeit konkret erfahrbar wird und junge Menschen Verantwortung übernehmen, voneinander lernen und gemeinsam Ideen für die Zukunft entwickeln können.
Für den Weimarer Dreieck e. V. ist das Sommercamp ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie die Idee des Weimarer Dreiecks durch kommunale Partnerschaften und das Engagement der Zivilgesellschaft lebendig wird. Begegnungen wie diese schaffen Vertrauen, fördern den interkulturellen Dialog und stärken den europäischen Zusammenhalt dort, wo er seinen Anfang nimmt – in den Kommunen und zwischen den Menschen.
Dieser Gedanke bildet zugleich die Grundlage für die Arbeit des Weimarer Dreieck e. V. Mit dem Aufbau eines trilateralen Netzwerks aus den zwölf Kompetenzbereichen Europa, Nationen, Regionen, Kommunen, Stiftungen, Vereine, Jugend, Initiativen, Wirtschaft, Erinnerung, Wissenschaft sowie Kunst und Kultur möchte der Verein Akteure aus allen gesellschaftlichen Ebenen dauerhaft miteinander verbinden. Das Sommercamp „Europa erfahren – Europa (er-)leben“ zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in dieser Form der Zusammenarbeit liegt: Aus Begegnungen entstehen Beziehungen, aus Beziehungen entstehen gemeinsame Ideen – und daraus wächst ein starkes, lebendiges Europa.
Europa beginnt dort, wo Menschen einander begegnen. Kommunalpartnerschaften machen diese Begegnungen möglich – und geben dem Weimarer Dreieck ein lebendiges Gesicht.