Anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Weimarer Dreiecks kamen am 29. August 2026 im congress centrum weimarhalle rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Frankreich und Polen zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Politik und Zivilgesellschaft dauerhaft miteinander vernetzt und neue Impulse für ein handlungsfähiges Europa gesetzt werden können.
„Der Runde Tisch vernetzt Politik und Zivilgesellschaft aus Deutschland, Frankreich und Polen über zwölf Kompetenzbereiche hinweg und macht aus vielen einzelnen Initiativen ein starkes gemeinsames Netzwerk“, betonte Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt.
Die zwölf Kompetenzbereiche – Europa, Nationen, Regionen, Kommunen, Stiftungen, Vereine, Jugend, Initiativen, Wirtschaft, Erinnerung, Wissenschaft sowie Kunst und Kultur – bilden das Fundament dieser europäischen Netzwerkgesellschaft. Beiträge aus allen Bereichen machten sichtbar, wie vielfältig die deutsch-französisch-polnische Zusammenarbeit bereits heute ist: von trilateralen Jugendbegegnungen und regionalen Weimarer-Dreieck-Tagen über Kooperationen in Wissenschaft und Wirtschaft bis hin zu gemeinsamen Kulturprojekten.
Zu den vorgestellten Vorhaben gehörten der Tag des Weimarer Dreiecks und der europäischen Sprachen am 23. September 2026 in Görlitz sowie der erste Weimarer-Dreieck-Tag des Landes Brandenburg am 14. Oktober 2026 in Lübben (Spreewald). Einen besonderen kulturellen Höhepunkt bildet 2027 der gemeinsame Gastlandauftritt Deutschlands, Frankreichs und Polens auf der Leipziger Buchmesse unter dem Titel „Beziehungsweise Europa“.
Zentrales Ergebnis des Runden Tisches ist eine gemeinsame Erklärung, die von 95 Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterzeichnet wurde. Sie bildet die Grundlage für ein Ersuchen an die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens. Darin regt der Weimarer Dreieck e. V. den Aufbau einer europäischen Plattform für trilaterale Zusammenarbeit, die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle und die Entwicklung eines Europäischen Hauses des Weimarer Dreiecks an.
„Unser Ziel ist es, ein verlässliches Netzwerk entstehen zu lassen, das die deutsch-französisch-polnische Zusammenarbeit dauerhaft trägt und neue gemeinsame Vorhaben ermöglicht“, erklärte Vereinsvorsitzender Dieter Hackmann.
Im Anschluss an den Runden Tisch wurde an den 70. Jahrestag der Enthüllung des Adam-Mickiewicz-Denkmals erinnert. Bei der Festveranstaltung zum 35-jährigen Bestehen des Weimarer Dreiecks erhielt die Stiftung Genshagen den 15. Weimarer-Dreieck-Preis für das deutsch-französisch-polnische JugendLabor „Kulturpass“.
Der Weimarer Dreieck e. V. dankt allen Mitwirkenden, Partnerorganisationen und ehrenamtlich Engagierten sowie der Thüringer Staatskanzlei und allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.



