Seit dem 1. April ist im Großen Sitzungssaal des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig die Ausstellung „Der Warschauer Aufstand 1944“ zu sehen. Die feierliche Eröffnung fand in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik, Justiz und internationalen Institutionen statt.
Im Rahmen der Eröffnung sprachen der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer, der Präsident des Bundesverwaltungsgerichts, Andreas Korbmacher, der stellvertretende Direktor des Museum des Warschauer Aufstands, Paweł Ukielski, sowie Vertreter der Botschaft der Republik Polen in Deutschland.
Die Ausstellung des Museums des Warschauer Aufstands wird in Kooperation mit der Sächsischen Staatskanzlei und dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig im Bundesverwaltungsgericht präsentiert. Sie zeichnet die Geschichte Warschaus seit 1918 nach – einer Zeit, in der sich die Stadt zu einer dynamischen Metropole entwickelte, deren Entwicklung durch den Zweiten Weltkrieg jäh unterbrochen wurde.
Ein besonderer Fokus liegt auf den 63 Tagen des Warschauer Aufstands im Jahr 1944 sowie auf dem hohen Preis, den Warschau und Polen für ihre Freiheitsliebe zahlen mussten. Zugleich widmet sich die Ausstellung der Wiedergeburt der Stadt nach der Zerstörung und ihrer beeindruckenden Entwicklung bis in die Gegenwart.
Die Ausstellung ist noch bis zum 8. Mai 2026 zu sehen.
Weiterführende Informationen: https://www.leipzig.de/newsarchiv/news/ausstellungseroeffnung-der-warschauer-aufstand-1944-im-bundesverwaltungsgericht
Im weiteren europäischen Kontext wird der Warschauer Aufstand heute auch im Rahmen des Weimarer Dreiecks diskutiert. Dabei steht weniger eine direkte historische Verbindung zu Frankreich im Vordergrund, sondern vielmehr die gemeinsame Verantwortung Deutschlands, Polens und Frankreichs für die europäische Erinnerungskultur. Ziel ist es, schwierige Kapitel der Geschichte gemeinsam zu reflektieren und das gegenseitige Verständnis in Europa zu stärken.



