Am 24. April 2026 fand in der Wissenschaftsstation der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Paris die feierliche Präsentation der französischen Ausgabe des Buches „Maria Skłodowska-Curie · Albert Einstein. Lettres /1911–1932/“ statt. Veranstaltungsort war die renommierte Wissenschaftsstation der Polnischen Akademie der Wissenschaften in der Rue Lauriston im 16. Arrondissement von Paris.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Wissenschaftsstation der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Paris in Zusammenarbeit mit der Stiftung für die Entwicklung der Bildung für die Industrie sowie dem Maria-Skłodowska-Curie-Museum in Warschau.
Die Publikation enthält erstmals die vollständige französische Ausgabe der Korrespondenz zwischen Maria Skłodowska-Curie und Albert Einstein aus den Jahren 1911 bis 1932. Die Briefe, die in französischer und deutscher Sprache verfasst wurden, geben nicht nur Einblicke in wissenschaftliche Fragestellungen ihrer Zeit, sondern dokumentieren zugleich die außergewöhnliche intellektuelle Freundschaft zweier Nobelpreisträger, ihre Zusammenarbeit in der Kommission für Internationale Geistige Zusammenarbeit des Völkerbundes sowie persönliche Reflexionen vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche Europas.
Ergänzt wird die Edition durch Faksimiles der Originalhandschriften, Übersetzungen, historische Fotografien sowie einen wissenschaftlichen Kommentar, der in Kooperation mit dem Einstein-Archiv der Hebräischen Universität Jerusalem erarbeitet wurde.
Den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Hanoch Gutfreund von der Hebräischen Universität Jerusalem, langjähriger Direktor des Einstein-Archivs und Mitautor des wissenschaftlichen Kommentars. Im Anschluss diskutierten unter anderem Prof. Tomasz Pospieszny von der Adam-Mickiewicz-Universität Posen sowie Dr.-Ing. Aleksandra Baron-Wiecheć vom Guangdong Technion – Israel Institute of Technology über die wissenschaftliche, historische und gesellschaftliche Bedeutung der Korrespondenz.
Zu den Gästen zählten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Diplomatie, Kultur sowie Interessierte an der europäischen Wissenschaftsgeschichte. Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Briefe weit über eine persönliche Korrespondenz hinausreichen: Sie sind Ausdruck eines europäischen Geistes des Dialogs, der internationalen Zusammenarbeit und der Verantwortung von Wissenschaft und Kultur für Frieden und Verständigung.
Aus Sicht des Weimarer Dreieck e. V. verdeutlicht die Veranstaltung in besonderer Weise die historische und aktuelle Bedeutung des trilateralen kulturellen und wissenschaftlichen Austauschs zwischen Deutschland, Polen und Frankreich. Die Zusammenarbeit bedeutender europäischer Persönlichkeiten, wissenschaftlicher Institutionen und kultureller Akteure steht beispielhaft für jene europäische Netzwerkgesellschaft, die der Verein mit seinem 12-Säulen-Modell und dem Konzept eines zukünftigen Weimarer Dreieck Hauses stärken und sichtbar machen möchte.
Gerade im Jubiläumsjahr „35 Jahre Weimarer Dreieck“ zeigt sich, wie wichtig gemeinsame europäische Erinnerungs-, Wissenschafts- und Kulturprojekte für die Zukunft Europas sind. Die Veranstaltung in Paris unterstrich eindrucksvoll, dass das Weimarer Dreieck nicht nur ein politisches Format, sondern ebenso ein lebendiger Raum des geistigen Austauschs und der europäischen Verständigung ist.
Die französische Ausgabe schließt sich bereits erschienenen Editionen an; weitere Sprachfassungen sind in Vorbereitung.