Am 28. und 29. September 2026 kamen die Umweltministerinnen und Umweltminister Polens, Deutschlands und Frankreichs im französischen Schloss Chambord zusammen. Im Mittelpunkt standen Klimaresilienz und Naturschutz, Energiesicherheit, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie sowie eine gemeinsame europäische Position vor den kommenden internationalen Klima- und Biodiversitätskonferenzen.

Paulina Hennig-Kloska, polnische Ministerin für Klima und Umwelt, Bundesumweltminister Carsten Schneider und die französische Umweltministerin Monique Barbut setzten mit ihrem Treffen die im März 2026 in Gniezno wiederbelebte Zusammenarbeit im Green Weimar Triangle fort.

Die drei Länder wollen ihre Positionen in zentralen klima- und umweltpolitischen Fragen enger abstimmen. Einen Schwerpunkt bildete die Frage, wie Klimaschutz, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und Energiesicherheitmiteinander verbunden werden können. Dabei bekräftigten die Ministerinnen und Minister das Ziel der europäischen Klimaneutralität bis 2050 und betonten zugleich die Notwendigkeit, die industrielle Basis Europas zu stärken und die Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern zu verringern.

Angesichts zunehmender Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und Waldbrände soll auch die Klimaresilienz Europasstärker in den Mittelpunkt rücken. Naturbasierte Lösungen, die Wiederherstellung von Ökosystemen und ein gemeinsamer europäischer Rahmen für die Anpassung an den Klimawandel sollen hierzu beitragen.

Ein weiteres gemeinsames Vorhaben ist der Ausbau der Elektromobilität. Deutschland, Frankreich und Polen wollen unter anderem die Entwicklung eines trilateralen Ladekorridors für Lastkraftwagen bis 2030 voranbringen und dazu ihre Zusammenarbeit im Bereich der Verkehrsinfrastruktur intensivieren.

Auch international wollen die drei Staaten enger auftreten. Mit Blick auf die kommenden Klima- und Biodiversitätskonferenzen unterstrichen sie die Bedeutung einer starken gemeinsamen europäischen Stimme und kündigten an, ihre Abstimmung im Rahmen des Green Weimar Triangle fortzusetzen.

Das Treffen in Chambord unterstreicht im 35. Jahr des Weimarer Dreiecks die Bandbreite der trilateralen Zusammenarbeit. Für das Weimarer Dreieck ist diese Zusammenarbeit besonders wichtig, weil Klima-, Energie- und Umweltfragen längst nicht mehr allein national gelöst werden können. Deutschland, Frankreich und Polen bringen dabei unterschiedliche wirtschaftliche Strukturen, Energiesysteme und Erfahrungen in die europäische Debatte ein. Gerade die Verständigung auf gemeinsame Positionen zeigt, welchen konkreten Beitrag das Weimarer Dreieck zur europäischen Zusammenarbeit leisten kann.

Damit reicht das Weimarer Dreieck heute weit über die klassische Außen- und Sicherheitspolitik hinaus: Es bietet einen Rahmen, um gemeinsame Antworten auf zentrale Zukunftsfragen Europas zu entwickeln.

Weitere Informationen:
1. https://www.google.com/url?q=https://www.bundesumweltministerium.de/meldung/common-press-statement-of-the-green-weimar-triangle-meeting&source=gmail&ust=1790919417996000&sa=E
2. https://www.google.com/url?q=https://www.wnp.pl/rynki/mkis-hennig-kloska-na-spotkaniu-ministrow-trojkata-weimarskiego-opowiedziala-sie-za-odroczeniem-ets2,1103961.html&source=gmail&ust=1790919417996000&sa=E
3. https://www.google.com/url?q=https://x.com/PLenFrance/status/2104950226314494024&source=gmail&ust=1790919417996000&sa=E
4. https://www.google.com/url?q=https://x.com/Amb_Francji/status/2105209775541629189&source=gmail&ust=1790919417996000&sa=E
5. https://www.google.com/url?q=https://x.com/schneidercar&source=gmail&ust=1790919417996000&sa=E
6. https://www.google.com/url?q=https://www.ecologie.gouv.fr/monique-barbut&source=gmail&ust=1790919417996000&sa=E