Kazimierz Dolny, 18. August 2026 – Das Jubiläum „35 Jahre Weimarer Dreieck“ wird in Deutschland, Frankreich und Polen mit zahlreichen Veranstaltungen gewürdigt. Nachdem vom 3. bis 5. Juli 2026 in Nancy eine internationale Veranstaltungsreihe mit wissenschaftlichen Vorträgen, Begegnungen, einer Ausstellung und einem Konzert stattgefunden hatte, setzte nun auch Polen ein eindrucksvolles kulturelles Zeichen.
Am 16. August 2026 fand in Kazimierz Dolny das Abschlusskonzert „Exil – Identität – Europa“ statt. Es bildete den Höhepunkt des dritten internationalen Festivals „IMAGINE – Culture without Borders“, das vom 12. bis 16. August Künstlerinnen und Künstler aus Polen, Frankreich, Deutschland und weiteren Ländern zusammenbrachte.
Während das fünftägige Festival insgesamt dem kulturellen Dialog über Grenzen hinweg sowie den Themen Erinnerung, Identität, Exil und Begegnung gewidmet war, wurde das Abschlusskonzert ausdrücklich anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Weimarer Dreiecks veranstaltet.
Kazimierz Dolny liegt malerisch an der Weichsel in der ostpolnischen Woiwodschaft Lublin. Alle Veranstaltungen des Festivals fanden an verschiedenen Orten in Kazimierz Dolny statt. Dazu gehörten die ehemalige Synagoge, das Franziskanerkloster, das Weichselmuseum in der Kamienica Celejowska, das Haus der Architekten sowie der Veranstaltungssaal des Gemeindeschulzentrums.
Die Stadt Lublin war nicht selbst Veranstaltungsort. Eine Verbindung bestand jedoch durch die Beteiligung regionaler Einrichtungen: Die Eröffnung des Festivals wurde unter anderem von Musikerinnen und Musikern der Henryk-Wieniawski-Philharmonie
Kultur als Sprache über Grenzen hinweg
Veranstaltet wurde das Festival von der Stiftung „IMAGINE Culture without Borders“ gemeinsam mit dem Kultur-, Tourismus- und Informationszentrum von Kazimierz Dolny, KOKPiT. Zu dieser kommunalen Einrichtung gehören unter anderem das Kulturzentrum, die öffentliche Bibliothek, das Tourismusinformationszentrum und das Schlossensemble der Stadt.
Die Veranstalter verbindet die Überzeugung, dass Musik, Kunst und gemeinsame kulturelle Erfahrungen Räume der Verständigung über nationale, gesellschaftliche und politische Grenzen hinweg schaffen können. Dieser Ansatz spiegelte sich im vielfältigen Festivalprogramm mit Konzerten, einer Oper, Ausstellungen, Filmvorführungen, Workshops und Bildungsangeboten wider.
Das gesamte Festival stand unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters von Kazimierz Dolny, Artur Pomianowski. Zu den wissenschaftlichen und institutionellen Partnern gehörten unter anderem die Katholische Universität Lublin Johannes Paul II. und die Loyola Marymount University in Los Angeles.
Abschlusskonzert zum Weimarer Dreieck
Das Abschlusskonzert „Exil – Identität – Europa“ war ausdrücklich dem 35. Jahrestag der Gründung des Weimarer Dreiecks gewidmet. Es stand unter der gemeinsamen Ehrenschirmherrschaft des französischen Botschafters in Polen, Étienne de Poncins, und des deutschen Botschafters in Polen, Miguel Berger. Die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit wirkte als Partner und Mitveranstalter mit; unterstützt wurde das Konzert außerdem von der Deutschen Botschaft in Warschau.
An dem Konzert nahmen Diane Doucerain, Geschäftsträgerin a. i. der Französischen Botschaft in Polen, sowie Urszula Grebieniow, Leiterin im Departement für Europapolitik des polnischen Außenministeriums, teil. Weitere persönliche Teilnahmen politischer Vertreterinnen und Vertreter lassen sich anhand der bisher veröffentlichten Quellen nicht zweifelsfrei bestätigen.
Unter dem Leitmotiv „Exil – Identität – Europa“ wurde Musik zu einem Raum der Erinnerung, der Verständigung und des grenzüberschreitenden Dialogs. Künstlerinnen und Künstler aus den drei Ländern machten die kulturelle Vielfalt Europas hörbar und erinnerten zugleich daran, wie eng die Geschichten Deutschlands, Frankreichs und Polens miteinander verbunden sind.
Die Veranstaltung in Kazimierz Dolny knüpfte damit an die Jubiläumsreihe in Nancy an. Am 29. August 2026 werden die Feierlichkeiten in Weimar fortgesetzt – an jenem Ort, an dem die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens 1991 das Weimarer Dreieck ins Leben riefen.
Nancy, Kazimierz Dolny und Weimar zeigen auf unterschiedliche Weise, dass das Weimarer Dreieck weit über die politische Zusammenarbeit hinausreicht. Es lebt von Kultur, persönlichen Begegnungen und dem gemeinsamen Engagement für ein friedliches, demokratisches und solidarisches Europa.
Quellen und weiterführende Informationen:
- Französische Botschaft in Polen auf X
- Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit: Abschlusskonzert
- Offizielles Festivalprogramm mit allen Veranstaltungsorten
- Stadt Kazimierz Dolny: Veranstalter und Festivalprogramm
- Goethe-Institut Nancy: 35 Jahre Weimarer Dreieck
Hinweis: Dieser Beitrag wurde unter Verwendung KI-gestützter Recherche- und Textwerkzeuge erstellt und anschließend redaktionell geprüft.
