Trilaterales studentisches Seminar: „Junge Multiplikatoren im akademischen Dialog im Rahmen des Weimarer Dreiecks“

Termin: Weimar, 18.–22.10.2026

Kurzbeschreibung

Im Jahr 2026 jährt sich die Gründung des Weimarer Dreiecks zum 35. Mal. Dieses trilaterale Konsultationsformat wurde 1991 in Weimar durch die Außenminister Roland Dumas, Hans-Dietrich Genscher und Krzysztof Skubiszewski ins Leben gerufen und bildet bis heute einen wichtigen Rahmen für den Austausch und die Zusammenarbeit in Europa.

Aus diesem Anlass bringt das Seminar Studierende der Universitäten Trier, Montpellier und Wrocław in Weimar zusammen. Ziel ist es, junge Menschen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für den trilateralen und europäischen Dialog zu stärken und ihnen fundierte Kenntnisse über historische und aktuelle Dimensionen der Zusammenarbeit im Weimarer Dreieck zu vermitteln.

Im Rahmen eines intensiven, deutschsprachigen Programms werden zentrale Fragen der europäischen Zusammenarbeit aus historischer und gegenwartsbezogener Perspektive behandelt. Fachvorträge, Diskussionsformate und interaktive Gruppenarbeiten fördern sowohl die inhaltliche Auseinandersetzung als auch den Austausch zwischen den Teilnehmenden aus unterschiedlichen nationalen Kontexten.

Der Tagungsort Weimar wird bewusst in das Seminar eingebunden. Als historisches Zentrum des Weimarer Dreiecks bietet die Stadt vielfältige Anknüpfungspunkte: von der Weimarer Klassik über die Moderne des Bauhauses bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit, insbesondere dem Konzentrationslager Buchenwald. Diese unterschiedlichen historischen Ebenen ermöglichen eine vertiefte Reflexion über europäische Kultur, Erinnerung und Verantwortung.

Partner

  • Universität Trier
  • Université Paul-Valéry Montpellier
  • Universität Wrocław

Die wissenschaftliche Konzeption und Betreuung des Seminars erfolgt durch:

Prof. Dr. Andrea Chartier-Bunzel (Université Paul-Valéry Montpellier)
Professorin für Germanistik mit Schwerpunkt Kulturwissenschaften. Ihre Forschung umfasst das antifaschistische Exil (1933–1945), Remigration nach 1945 sowie deutsch-französisch-polnische Kulturbeziehungen mit besonderem Fokus auf Erinnerungskultur und kulturelle Vermittlung.

Prof. dr hab. Marek Hałub (Universität Wrocław)
Leiter des Lehrstuhls für Kultur der deutschsprachigen Länder und Schlesiens. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der deutschen Kultur, der schlesischen Kulturgeschichte sowie den deutsch-polnischen und europäischen Kulturbeziehungen im Kontext des Weimarer Dreiecks.

Univ.-Prof. Dr. Henrieke Stahl (Universität Trier)
Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft mit Schwerpunkt auf transnationalen Literatur- und Kulturbeziehungen. Ihre Forschung befasst sich mit europäischen Literaturverflechtungen, Erinnerungskultur sowie kulturellen Narrativen im Kontext historischer und gesellschaftlicher Transformationsprozesse.