Der Weimarer Dreieck e. V. präsentierte sich am 28. November 2025 auf der Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dahme-Spreewald (Land Brandenburg). Die Veranstaltung im Kaiserbahnhof Halbe vereinte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft sowie Delegationen aus Polen und Frankreich und bot einen bedeutenden Rahmen für den internationalen Austausch zur Zukunft der demokratischen Zusammenarbeit in Europa.

Vorsitzender Dieter Hackmann betont Zukunftsorientierung der trilateralen Zusammenarbeit

In seinem Redebeitrag stellte Dieter Hackmann, Vorsitzender des Weimarer Dreieck e. V., die besondere Rolle des trilateralen Formats zwischen Deutschland, Polen und Frankreich heraus.

Er verdeutlichte, dass die Zusammenarbeit im Weimarer Dreieck – historisch politisch verankert – heute insbesondere auf kommunaler Ebene ein tragendes Element europäischer Demokratiearbeit darstellt.

Hackmann präsentierte zudem den entstehenden „Runden Tisch im Weimarer Dreieck“, der künftig Aktivitäten in zwölf Themenfeldern strukturieren und die strategische Weiterentwicklung der trilateralen Kooperation unterstützen soll. Ziel ist es, Kommunen, Vereine und Partnerinstitutionen enger zu vernetzen und gemeinsame Projekte wirksam voranzubringen.

Austausch mit der Stiftung Genshagen – Politische Bildung als europäischer Schutzschild für Demokratie

Der Vortrag von Marie Augère (Stiftung Genshagen) bot eine fundierte Analyse der Demokratietraditionen und politischen Bildungsansätze in Deutschland, Polen und Frankreich.

Sie betonte, dass Demokratien zunehmend unter Druck stehen – durch Polarisierung, Populismus und gezielte Desinformation – und dass politische Bildung, europäische Begegnungen und trilaterale Austauschformate eine zentrale Rolle dabei spielen, demokratische Strukturen widerstandsfähiger zu machen.

Im Sinne eines „europäischen Schutzschilds für Demokratie“ hob sie hervor, dass nur transnationale Zusammenarbeit, vertrauensvolle Beziehungen und kontinuierlicher Dialog langfristig dazu beitragen können, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern.

Für den Weimarer Dreieck e. V. ergeben sich daraus wichtige Ansatzpunkte für zukünftige Bildungs-, Austausch- und Dialogformate, insbesondere im Rahmen der trilateralen Kooperation.

Weimarer Dreieck als Brückenbauer europäischen Zusammenhalts

Die Konferenz zeigte erneut die Relevanz des Weimarer Dreiecks als Brückenbauer zwischen Deutschland, Polen und Frankreich. Insbesondere im Jahr 2025 – achtzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – gewinnt die Vermittlung europäischer Werte und historischer Verantwortung zusätzliche Bedeutung.

Die Beiträge der Partnerkommunen Wolsztyn (Polen), Cabestany (Frankreich) und Rokietnica (Polen) machten deutlich, wie aktiv Demokratiearbeit vor Ort gestaltet wird und wie sehr kommunale Partnerschaften zur Stärkung europäischer Verständigung beitragen.

Ausblick

Der Weimarer Dreieck e. V. wird die Impulse der Demokratiekonferenz in seine zukünftige Arbeit einfließen lassen. Der „Runde Tisch im Weimarer Dreieck“ wird 2026 ein zentrales Instrument sein, um politische Bildung, Jugendbeteiligung, Kultur, Integration und kommunale Zusammenarbeit trilateral weiterzuentwickeln und den europäischen Schutzschild für Demokratie mitzugestalten