Das Weimarer Dreieck hat beim traditionellen Neujahrsempfang des polnischen Partnerlandkreises Wolsztyn in Chobienice ein sichtbares Zeichen für die Bedeutung trilateraler kommunaler Zusammenarbeit gesetzt. Die Veranstaltung stand im Zeichen des Jubiläums „35 Jahre Weimarer Dreieck“. Auf Einladung des Landkreises Wolsztyn nahm Dieter Hackmann, Vorsitzender des Weimarer Dreieck e.V., als Ehrengast und langjähriger Begleiter deutsch-französisch-polnischer Kommunalpartnerschaften an der festlichen Veranstaltung teil.
Der Neujahrsempfang im Komplex Ostoja versammelte rund 300 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt stand die Unterzeichnung des trilateralen Partnerschaftskalenders 2026 zwischen dem Landkreis Dahme-Spreewald, dem Landkreis Wolsztyn und der französischen Partnerkommune Cabestany – ein zentrales Instrument zur Koordinierung der gemeinsamen Projekte im Rahmen des Weimarer Dreiecks.
Mit der Unterzeichnung bekräftigen die drei Partnerkommunen ihren Willen, die Zusammenarbeit in den Bereichen Jugend, Bildung, Demokratie, Kultur sowie nachhaltige Entwicklung weiter zu vertiefen. Der Weimarer Dreieck e.V. wird diesen Prozess auch künftig beratend und begleitend unterstützen.
Als einer der Wegbereiter und profiliertesten Vertreter der trilateralen Zusammenarbeit würdigte Dieter Hackmann die Bedeutung kommunaler Partnerschaften für das Zusammenwachsen Europas. Seit vielen Jahren begleitet er im Namen des Weimarer Dreiecks den Aufbau und die Weiterentwicklung kommunaler Netzwerke zwischen Deutschland, Polen und Frankreich und wirkt als Botschafter des Weimarer Dreiecks auf lokaler und regionaler Ebene.
„Das Weimarer Dreieck lebt nicht allein von politischen Gipfeltreffen, sondern vor allem von engagierten Kommunen, Verwaltungen und Bürgerinnen und Bürgern, die Europa im Alltag gestalten“, betonte Hackmann am Rande der Veranstaltung. Die Partnerschaft zwischen Dahme-Spreewald, Wolsztyn und Cabestany sei ein herausragendes Beispiel dafür, wie europäische Zusammenarbeit dauerhaft und generationenübergreifend verankert werden könne.
Begleitet wurde die Delegation aus Brandenburg von Landrat Sven Herzberger, dem Vorsitzenden des Kreistages Olaf Schulze sowie der Referentin für Europa und internationale Zusammenarbeit und stellvertretenden Vorsitzenden des Weimarer Dreieck e.V., Paulina Kleiner. In seinen Grußworten hob Landrat Herzberger hervor, dass das Weimarer Dreieck seit vielen Jahren für Dialog, Vertrauen und Freundschaft zwischen Deutschland, Polen und Frankreich stehe und auf kommunaler Ebene eine besondere Wirkung entfalte.
Am Rande des Empfangs führten Dieter Hackmann und Paulina Kleiner zahlreiche Gespräche mit hochrangigen Gästen und internationalen Partnern, darunter mit Marek Woźniak, Marschall der Woiwodschaft Wielkopolska. Marschall Woźniak begrüßte ausdrücklich das Engagement des Landkreises Dahme-Spreewald und des Weimarer Dreieck e.V. und würdigte die Bedeutung der kommunalen Ebene für die Weiterentwicklung der trilateralen Zusammenarbeit.
Ein besonderer Akzent des Abends war die Präsentation der Ausstellung „Weimarer Dreieck“, die auf Initiative des Weimarer Dreieck e.V. gezeigt wurde und die Geschichte sowie die aktuellen Projekte der trilateralen Zusammenarbeit anschaulich darstellt. Sie verdeutlicht eindrucksvoll, wie aus einer politischen Idee ein lebendiges Netzwerk kommunaler und zivilgesellschaftlicher Kooperation entstanden ist.
Die Teilnahme von Dieter Hackmann am Neujahrsempfang in Wolsztyn unterstreicht die Rolle des Weimarer Dreiecks als stabile Plattform für europäische Verständigung und kommunale Diplomatie – und als Brücke zwischen lokalen Initiativen und der großen europäischen Idee.






