Aktivitäten 2017

Teilnahme des Vereins Weimarer Dreieck e.V. an der Bürgerdelegation in die Gedenkstätte Auschwitz zur Eröffnung der internationalen Wanderausstellung

„Industrie und Holocaust: Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“

 

Am 21. März 2017 reisten für das Weimarer Dreieck e.V. Dieter Hackmann, Vorsitzender und seine Frau Agata sowie Evelyn Ziegenrücker mit einer Bürgerdelegation nach Oświęcim.

 

Oświęcim liegt in der Woiwodschaft  Kleinpolen im südlichen Teil Polens, rund 50 km westlich der Woiwodschaftshauptstadt  Krakau. In der Zeit des Nationalsozialismus erlangte die Stadt als Standort für das Konzentrationslager Auschwitz unheilvolle Bekanntheit.

 

Zur Bürgerdelegation zählten auch der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Prof.Dr.-Ing. habil. Reinhard Schramm, Kulturdirektor Dr. Tobias J. Knoblich und der Vorsitzende des Förderkreises Erinnerungsort Topf & Söhne e.V. Rüdiger Bender.

 

Ziel der Reise war die Teilnahme an der Eröffnung der internationalen Wanderausstellung „Industrie und Holocaust: Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ in der ehemaligen Wäschereibaracke im Stammlager und die Besichtigung der Gedenkstätten Auschwitz: Auschwitz-Birkenau und des Stammlagers. Halina Jastrzebska, die seit 37 Jahren Besucher durch diese Orte führt, begleitete die Gruppe aus Thüringen durch die Gedenkstätten. Die von ihr dargestellten Fakten und Abläufe überschritten in ihrer Dimension das Vorstellungsvermögen der Teilnehmer.

Bürgerdelegation
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Foto: Andy Faupel, v.li. n.re.: Gisela Hösch, Julia Miehe, Johannes Bock, Marc Sagnol

Würdigung von Raphael Elizé - Übergabe seines Portraits an die Kulturdirektorin der Stadt Weimar Julia Miehe

 

 https://de.wikipedia.org/wiki/Rapha%C3%ABl_%C3%89liz%C3%A9

Auf Initative von Dr. Johannes Bock wurde der Kulturdirektorin Julia Miehe im Namen des  Weimarer Dreieck e.V., dem Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar und der Gedenkstätte Buchenwald/Mittelbau Dora ein Portrait von  Raphael Elizé, des ersten dunkelhäutigen Bürgermeister Frankreichs, übergeben.Er gehörte zu den Opfern
des am 9. Februar 1945 erfolgten  brutalen Bombenangriffs auf Weimar. Infolge des unmenschlichen Handelns der SS waren hunderte KZ-Häftlinge und Deportierte dem Luftangriff in Weimar auf das Gustloffwerk und in der Nähe des Bahnhofs völlig schutzlos ausgeliefert und kamen ums Leben. Die Opfer kamen aus über 15 Ländern, darunter Verschleppte aus Polen, Frankreich, Ungarn, Lettland, Tschechien. Raphael Elizé steht dabei als Verschleppter und Zwangsarbeiter stellvertretend für die Opfer des deutschen Vernichtungskrieges in Weimar (Gedenkstein: Kreuzung Kromsdorfer Straße/Andersen-Straße). Ein besonderer Dank geht an die Stadt Weimar, die dieses ehrenvolle Gedenken in vielfacher Weise unterstützt.
Denn: Erinnern, Gedenken und Machen waren hier wieder die Gebote der Stunde.

"Hört die Zeugen - Überlebende des Holocausts berichten" - Ein Projekt des Weimarer Dreieck e.V. - zur Förderung der Erinnerungskultur zwischen Frankreich-Polen-Deutschland
 

Was bedeutet es für Überlebende des Holocausts, nach mehr als 70 Jahren darüber zu reden? Was ist ihnen wichtig, was soll bleiben, wenn sie eines Tages nicht mehr erzählen können?

In dem Tonaufnahme-Projekt  "Hört die Zeugen! " kommen Menschen aus Polen, Frankreich und Deutschland  zu Wort, aber auch aus Ungarn und Israel – Menschen, die Ghettos, Konzentrationslager, die Grausamkeiten der Nationalsozialisten überlebt haben.

Im Laufe der vergangen Monate sind viele Interviews mit Menschen entstanden, die als letzte Zeugen fungieren. Menschen, die von ihrer Kindheit, Jugend und vom Überleben in den Lagern der NS berichten.  Es sind berührende Aufzeichnungen, emotionale Annäherungen an das Thema „Täter und Opfer“ und es wird eine umfassende Reflektion  70 Jahre nach der Shoah sichtbar. Sicherlich gibt es viele Bücher, Filme und Tondokumente, in denen Überlebende zu Wort kommen. Doch kann es jemals genug geben? Ist jemals alles gesagt?

Zu den Personen, von denen hier Tonaufnahmen vorliegen, gehören:

Bertrand Herz (Frankreich)

Leopold Kozlowski-Kleinman (Polen)

Naftali Fürst (Israel)

Esther Bejarano (Deutschland)

Anne Aquenin (Polen, Frankreich)

Eva Pusztai (Ungarn).


Die Interviewten sprechen auch über die Gefährdung von Freiheit und Demokratie sowie Mitmenschlichkeit. Als Personen stehen sie exemplarisch für jenen Werteverlust, den eine Diktatur bedeutet.
Das Tonaufnahme-Projekt "Hört die Zeugen" leistet so gleichfalls einen Beitrag, das Andenken an die ermordeten Häftlinge in den Konzentrationslagern zu bewahren. Wichtig war vor allem der Erhalt und das Vermitteln der authentischen Stimmen , weil es sich um letzte noch lebenden Zeitzeugen handelt. Aus diesem Grund ist Erinnerungskultur für den Weimarer Dreieck Verein ein kostbarer Baustein, um eine friedliche trilaterale, vor allem aber demokratische Zukunft Europas mit den künftigen Generationen zu gestalten.

Der Weimarer Dreieck e.V. fühlt sich durch die tragische deutsche Geschichte besonders verpflichtet, die Erinnerungskultur wach zuhalten. Er kooperiert deshalb u.a. mit dem heutigen Erinnerungsort "Topf & Söhne", dem ehemaligen Hersteller von Öfen zur menschlichen Vernichtung u.a.im  KZ Auschwitz. Ein weiterer wichtiger Kooperationspartner sind die ACHAVA-Festspiele Thüringen.

Das CD-Set wird in limitierter Auflage Multiplikatoren, Archiven, Gedenkstätten, Museen und Bildungseinrichtungen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Vervielfältigung des umfangreichen Materials auf 3 CDs entstand mit freundlicher Unterstützung vieler engagierter Menschen und vor allem durch die Förderung des Freistaates Thüringen.

Ein herzliches Dankeschön gebührt jenen, die Auskunft geben über die dunklen Kapitel ihres Lebens und ein großer Dank geht an die Journalistin Blanka Weber für ihr ehrenamtliches Engagement.

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Aktuelles

Ausschreibung zum Weimarer-Dreieck-Preis 2017

 

Abgabetermin: 30.04.2017

„Deutschland und Polen entdecken“ - Illustrierte deutsch-polnische Landkarte
http://www.dpjw.org/

Sprachflyer „Französisch lernen – was sonst“

 

http://www.vdfg.de/sprache/

Sag was! Dis Moi! Powiedz coś!
Ein deutsch-polnisch-französischer Leitfaden zur Sprachanimation in trinationalen Begegnungen zum Herunterladen

 

Download

Die Sanierung des Rathauses der Stadt Weimar erfordert vorübergehend einen Ortswechsel für die Vereinssitzungen. Ab Januar 2015 finden bis auf Weiteres thematische Vereinssitzungen auf Einladung im Europäischen Informationszentrum in der Regierungsstr. 73 in Erfurt statt. Mitglieder und Interessierte sind stets herzlich eingeladen, an den thematischen  Sitzungen teilzunehmen und diese aktiv mitzugestalten.

Postanschrift:

Weimarer Dreieck e.V.
Postfach 2520
99406 Weimar

 

vorstand@weimarer-dreieck.org 

 

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